Sínodos Vale do Itajaí e Norte Catarinense - 22 de agosto de 2017
Abril 2016

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Edição - Abril 2016

DER WEG

Glaube - Wer ist ein Christ?

Von „Christen“ redeten erstmals die Großstädter aus Antiochien (Apg11.26). Sie meinten damit die Leute, die den Gekreuzigten als Messias verehrten. Vermutlich war das Wort auch herablassend gemeint: „Christenpack“. So, wie der jüdische König Agrippa das Wort verwendete, als er Paulus vorpredigen ließ. Agrippa hörte ihm eine Weile zu, dann spottete er: „Es fehlte nicht viel, und du hättest einen Christen aus mir gemacht“ (Apg 26). Erst ein halbes Jahrhundert nach Paulus machten die Jesusjünger das Wort CHRIST zu ihrem Ehrentitel. 

Wer ist also ein Christ? „Unter Tausenden findet sich kaum ein rechter Christ“, behauptete Martin Luther. „Denn wo alle Welt rechte Christen wären, bräuchte es keine Fürsten und kein Recht. Mit dem Heiligen Geist im Herzen erleide man lieber Unrecht, als sich mit Gewalt zu wehren“.

Schon Jesus warf all denen Selbstgerechtigkeit vor, die sich als die besseren Gläubigen präsentierten. Ihnen erzählte er das Gleichnis vom Pharisäer und dem Zöllner: Beide beten im Tempel. Der Pharisäer dankt Gott, dass er nicht wie die Räuber, Betrüger und Ehebrecher ist, sondern gewissenhaft seine religiösen Pflichten tut. Der Zöllner dagegen bittet Gott demütig um Vergebung – und erweist sich als der wahre Gerechte (Lukas 18,9–14). Das Gleichnis vom Pharisäer und dem Zöllner zeigt: Nicht die Erlösungsgewissheit macht jemanden zum Christen, sondern die Offenheit, sich ganz Gott anzuvertrauen.

Burkhard Weitz

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